Welche Conversions du messen solltest, wie Consent Mode v2 mit deinem Cookie-Banner zusammenspielt und wie du mit Tag Assistant prüfst, ob alles…
Artikel lesen →Der Google Tag Manager (GTM) ist ein kostenloses Werkzeug von Google, mit dem du Tracking-Codes, sogenannte Tags, an einer Stelle verwaltest. Statt jedes Code-Schnipsel für Google Ads, Analytics oder andere Dienste einzeln in die Website einzubauen, bindest du einmal einen Container ein und steuerst alles Weitere über eine Weboberfläche.
Tags, Trigger und Variablen
Der Tag Manager arbeitet mit drei Bausteinen, die gemeinsam im Container deiner Website liegen:
- Tags sind die Code-Schnipsel, die Daten senden, zum Beispiel ein Ereignis an Google Analytics 4 oder eine Conversion an Google Ads. Auch Tags anderer Anbieter lassen sich so einbinden.
- Trigger legen fest, wann ein Tag ausgelöst wird, etwa beim Aufruf einer Seite mit „/danke/“ in der Adresse.
- Variablen sind Platzhalter für Werte, die sich ändern, wie die aufgerufene Adresse oder die ID deines Google-Ads-Kontos.
Änderungen probierst du zuerst in der Vorschau aus. Dort zeigt Tag Assistant, welche Tags auf welcher Seite ausgelöst wurden. Erst danach veröffentlichst du. Jede Veröffentlichung wird als Version gespeichert, und eine frühere Version lässt sich wieder veröffentlichen, falls etwas schiefgeht.
Ein Beispiel aus der Praxis
Angenommen, ein Kosmetikstudio hat eine WordPress-Website mit Kontaktformular und eingebetteter Online-Terminbuchung. Es möchte Analytics nutzen, Buchungen als Conversion an Google Ads melden und später vielleicht Remarketing testen. Ohne Tag Manager landen dafür mehrere Codes oder Plugins im System, jedes mit eigenen Einstellungen.
Mit dem Tag Manager wird nur der Container eingebaut, etwa über ein Plugin oder das Theme. Danke-Seite und Buchungsbestätigung werden zu Triggern, Analytics und Google Ads zu Tags. Kommt später ein neuer Dienst dazu, muss niemand mehr in den Website-Code eingreifen. Auch ein Wechsel der Agentur wird leichter, weil alle Messpunkte an einem Ort liegen und nachvollziehbar benannt sind.
Einwilligung im Tag Manager
Ohne Zustimmung dürfen Werbe- und Analyse-Tags in Österreich keine Cookies setzen. Der Tag Manager bringt dafür eigene Einwilligungsfunktionen mit. Der Trigger zur Initialisierung der Einwilligung sorgt dafür, dass die Standardwerte für den Consent Mode v2 gesetzt sind, bevor andere Tags feuern. Google-Tags haben integrierte Einwilligungsprüfungen. Für andere Tags legst du zusätzliche Prüfungen fest, damit ein solcher Tag nur feuert, wenn alle nötigen Einwilligungen erteilt sind.
Viele Anbieter von Cookie-Bannern haben den Einwilligungsmodus bereits eingebunden, oft samt fertiger Vorlage für den Tag Manager. In der Einwilligungsübersicht siehst du, welcher Tag welche Zustimmung voraussetzt.
Worauf du achten solltest
- Sprechende Namen: „GA4 – Formular gesendet“ findest du in einem Jahr wieder, „Tag 7“ nicht.
- Nichts doppelt einbauen: Steckt der Google-Tag zusätzlich im Theme, zählt jede Conversion zweimal.
- Versionen beschreiben: Ein Satz pro Veröffentlichung erklärt später, was geändert wurde.
- Eigene Zugänge: Jede Person, auch eine Agentur, bekommt einen eigenen Zugang mit passenden Rechten statt eines geteilten Logins.
- Regelmäßig aufräumen: Tags für Dienste, die du nicht mehr nutzt, pausierst oder entfernst du, damit keine Daten unnötig fließen.
- Nicht immer nötig: Für eine einzige Conversion reicht oft der Google-Tag allein.
Wie Tag Manager, Conversion-Messung und Cookie-Banner zusammenspielen, zeigt der Artikel Conversion-Tracking und Consent Mode v2. Wenn du dein Conversion-Tracking sauber aufsetzen lassen willst, kümmert sich die Google-Ads-Betreuung BigSEA darum, bei Bedarf gemeinsam mit der Website-Betreuung von BigWebsites.