So startest du als kleiner Betrieb mit Google Ads: welche Kampagne passt, welche Einstellungen Geld sparen und was du von Anfang an…
Artikel lesen →Google Ads ist das Werbesystem von Google. Betriebe schalten damit Anzeigen in der Google-Suche, auf Google Maps, auf YouTube und auf Partner-Websites. In Suchkampagnen bezahlst du in der Regel für Klicks, nicht für Einblendungen. Wie viel ein Klick kostet, entscheidet bei jeder einzelnen Suche eine Auktion.
So funktioniert die Auktion
Du legst fest, bei welchen Suchbegriffen deine Anzeige erscheinen soll und wie viel du höchstens bieten willst. Bei jeder passenden Suche vergleicht Google alle infrage kommenden Anzeigen und berechnet ihren Anzeigenrang. In ihn fließen unter anderem ein:
- dein Gebot, also der Höchstbetrag pro Klick
- die Anzeigenqualität, für die der Qualitätsfaktor eine Orientierung gibt
- Mindestschwellen für bestimmte Positionen
- der Kontext der Suche, etwa Ort, Gerät und Uhrzeit
- die erwartete Wirkung von Zusätzen wie Telefonnummer oder Sitelinks
Das höchste Gebot gewinnt deshalb nicht automatisch. Bezahlt wird meist weniger als das Maximum, wie der Eintrag zum CPC erklärt. Welche Suchen deine Anzeige auslösen, steuerst du über die Keyword-Optionen.
Die wichtigsten Kampagnentypen
- Suchkampagne: Textanzeigen bei Google-Suchen. Für lokale Dienstleister meist der sinnvollste Einstieg, weil sie Menschen erreicht, die gerade aktiv nach einer Leistung suchen.
- Performance Max: eine einzige Kampagne für alle Google-Kanäle, die weitgehend von Googles KI gesteuert wird.
- Demand Gen: Bild- und Videoanzeigen auf YouTube, in Discover, Gmail und Maps. Seit Juni 2026 führt Google auch die klassischen Displaykampagnen schrittweise in diesen Typ über.
- Video, Shopping und App: für YouTube-Werbung, Online-Shops und App-Downloads, für die meisten Dienstleister weniger relevant.
Google Ads in Österreich
Für Anzeigen, die in Österreich ausgeliefert werden, schlägt Google seit 1. November 2020 eine Gebühr für die Digitalsteuer von 5 % auf. Dieser Aufschlag wird am Monatsende zu den Werbekosten dazugerechnet und steht auf der Rechnung oder dem Kontoauszug. Plane ihn beim Budget mit ein.
Das Budget selbst legst du als durchschnittliches Tagesbudget je Kampagne fest. An einzelnen Tagen mit viel Nachfrage darf Google bei den meisten Kampagnen bis zum Doppelten ausgeben, im Monat aber höchstens das 30,4-Fache des Tagesbudgets. Kampagnen lassen sich jederzeit pausieren oder anpassen. Entscheidend ist, dass das Budget für genug Klicks reicht, um aus den Zahlen überhaupt etwas ablesen zu können.
Anzeigen sind in der Suche als „Gesponsert“ gekennzeichnet. Auf die unbezahlten Ergebnisse haben sie laut Google keinen Einfluss: Wer Werbung schaltet, rankt dadurch organisch nicht besser, und wer keine schaltet, nicht schlechter.
Ein Beispiel aus der Praxis
Angenommen, ein Friseursalon in Wien-Ottakring will mehr Neukund:innen für Balayage gewinnen. Statt einer breiten Kampagne startet er mit einer Suchkampagne für wenige, klare Suchbegriffe, einem Umkreis von ein paar Kilometern und einer Landingpage, auf der man gleich online buchen kann. Mit Conversion-Tracking sieht der Salon, wie viele Buchungen tatsächlich über die Anzeigen kommen, und nicht nur, wie oft geklickt wurde. Nach ein paar Wochen ist klar, welche Suchbegriffe Termine bringen und welche nur Geld kosten.
Wie du dein erstes Konto sauber aufsetzt, erklärt der Leitfaden Google Ads für kleine Unternehmen, womit du bei den Kosten rechnen solltest, der Artikel Google-Ads-Kosten: Wovon dein Budget wirklich abhängt. Wenn du deine Kampagnen lieber betreuen lässt, ist BigSEA der passende Weg.
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