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Google-Ads-Kosten: Wovon dein Budget wirklich abhängt

Wovon die Kosten von Google Ads abhängen, warum Google an manchen Tagen mehr als dein Tagesbudget ausgibt und wie du dein Budget vom Kundenwert aus planst.

Google-Ads-Kosten: Wovon dein Budget wirklich abhängt
Teil 2 von 5 im Leitfaden Google Ads für kleine Unternehmen: Starten, ohne Geld zu verbrennen →
Inhalt dieses Artikels
  1. Wie sich die Google-Ads-Kosten zusammensetzen
  2. Was den Klickpreis beeinflusst
  3. So funktioniert das Tagesbudget
  4. Budget rückwärts rechnen: vom Kundenwert zum Tagesbudget
  5. Testphase einplanen und Agenturkosten trennen
  6. Fazit

„Was kostet Google Ads?“ ist meistens die erste Frage, und die ehrliche Antwort lautet: so viel, wie du festlegst. Die Kosten von Google Ads entstehen pro Klick, und was ein Klick kostet, entscheidet bei jeder einzelnen Suche eine Auktion. Einen fixen Preis gibt es deshalb nicht.

Die bessere Frage ist: Wie viel darf eine neue Kundin kosten, damit sich die Werbung rechnet? Wenn du das weißt, ergibt sich das Budget fast von selbst. Hier siehst du, wovon der Klickpreis abhängt, wie das Tagesbudget funktioniert und wie du vom Kundenwert aus rückwärts rechnest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kosten sind Klicks mal tatsächlicher Klickpreis (CPC). Reine Einblendungen kosten in Suchkampagnen nichts.
  • Der Klickpreis hängt von Wettbewerb, Anzeigenqualität, Suchkontext und deinen Einstellungen ab.
  • Das Tagesbudget ist ein Durchschnitt: An einzelnen Tagen darf Google bis zum Doppelten ausgeben, im Monat höchstens das 30,4-Fache.
  • Rechne vom Kundenwert aus: Was darf eine Anfrage kosten, wie viele brauchst du, was ergibt das im Monat?
  • Betreuungskosten einer Agentur laufen getrennt vom Werbebudget.

Wie sich die Google-Ads-Kosten zusammensetzen

Die Grundformel ist einfach: Kosten = Klicks × tatsächlicher Klickpreis. In Suchkampagnen zahlst du, wenn jemand auf die Anzeige klickt oder über das Anrufsymbol in der Anzeige direkt anruft. Wie oft die Anzeige nur eingeblendet wird, spielt für die Abrechnung keine Rolle.

Der Klickpreis ist kein Listenpreis. Bei jeder Suche vergleicht Google die passenden Anzeigen und berechnet ihren Anzeigenrang. Du legst fest, wie viel du maximal bieten willst, oder überlässt das einer automatischen Gebotsstrategie. Bezahlt wird laut Google oft weniger als das Maximum: nur so viel, wie nötig ist, um den Mitbewerber direkt hinter dir zu übertreffen. Wie die Auktion im Detail abläuft, erklärt der Leitfaden Google Ads für kleine Unternehmen.

Was den Klickpreis beeinflusst

  • Wettbewerb: Je mehr Betriebe auf dieselben Suchbegriffe bieten, desto teurer wird der Klick. Ein Begriff, um den sich in Wien viele Anbieter bemühen, kostet in der Regel mehr als eine Nische in einer kleineren Gemeinde.
  • Anzeigenqualität: Passt die Anzeige zur Suche und hält die Zielseite, was die Anzeige verspricht, bewertet Google sie besser. Laut Google führen hochwertigere Anzeigen häufig zu niedrigeren Klickpreisen.
  • Kontext der Suche: Ort, Gerät, Tageszeit und die genaue Suchanfrage fließen in jede Auktion ein. Derselbe Begriff kann morgens am Handy anders kosten als abends am Laptop.
  • Keyword-Option: Weitgehend passende Keywords lösen bei deutlich mehr Suchanfragen aus. Das bringt Reichweite, aber auch Klicks, die mit deinem Angebot wenig zu tun haben.
  • Gebotsstrategie: „Klicks maximieren“ holt möglichst viele Klicks aus dem Budget, „Conversions maximieren“ möglichst viele Conversions. Beide versuchen, das Budget auszuschöpfen.

Eine Einschätzung für deine eigenen Suchbegriffe liefert der Keyword-Planer in Google Ads: Er zeigt Suchvolumen und geschätzte Gebotsbereiche für deine Region. Wie du ihn zusammen mit anderen kostenlosen Werkzeugen nutzt, steht im Artikel zur Keyword-Recherche für kleine Betriebe.

So funktioniert das Tagesbudget

Du legst für jede Kampagne ein durchschnittliches Tagesbudget fest. Das Wort „durchschnittlich“ ist wichtig: Google verteilt das Geld nicht gleichmäßig, sondern gibt an Tagen mit viel Nachfrage mehr aus und an ruhigen Tagen weniger.

Begriff Was er bedeutet
Durchschnittliches Tagesbudget Dein Richtwert pro Tag und Kampagne
Grenze für tägliche Ausgaben Bei den meisten Kampagnen das Doppelte des Tagesbudgets
Grenze für monatliche Ausgaben Das 30,4-Fache des Tagesbudgets, also ein durchschnittlicher Monat mit 365 ÷ 12 Tagen
Mehrauslieferung Liefert Google mehr aus, als diese Grenzen erlauben, wird dir der Überschuss nicht verrechnet
Gesamtbudget einer Kampagne Ein fester Betrag für einen festen Zeitraum, etwa für eine Aktion; nur bei neuen Kampagnen wählbar

Für die Planung heißt das: Denk in Monatsbeträgen. Den Betrag, den du im Monat ausgeben willst, teilst du durch 30,4 und trägst das Ergebnis als Tagesbudget ein. Mehrere Kampagnen können sich auch ein gemeinsames Budget teilen. In kleinen Konten ist das selten nötig, denn eine gut aufgebaute Suchkampagne bringt meist mehr als viele kleine, die sich gegenseitig das Geld wegnehmen.

Budget rückwärts rechnen: vom Kundenwert zum Tagesbudget

Statt eine runde Summe festzulegen, rechnest du von deinem Ziel aus. Das folgende Rechenbeispiel verwendet frei angenommene Zahlen, keine Marktpreise. Setz deine eigenen Werte ein.

Rechenbeispiel: Angenommen, ein Kosmetikstudio will mehr Erstbehandlungen verkaufen.

  1. Wert einer Stammkundin: Angenommen, eine neue Stammkundin bringt im ersten Jahr 400 € Umsatz. Nach Material und Arbeitszeit bleiben davon 160 € Deckungsbeitrag.
  2. Wie viele wiederkommen: Angenommen, jede zweite Erstkundin wird Stammkundin. Dann ist eine Erstbuchung im Schnitt 80 € Deckungsbeitrag wert.
  3. Obergrenze pro Buchung: Das Studio will höchstens die Hälfte davon in Werbung stecken, also 40 € pro Erstbuchung.
  4. Klickpreis und Conversion-Rate: Angenommen, ein Klick kostet im Schnitt 1,50 € und jede zwanzigste Person auf der Seite bucht. Dann kostet eine Buchung 20 × 1,50 € = 30 €. Das liegt unter der Grenze.
  5. Monatsbudget: Für zehn Erstbuchungen im Monat braucht es rund 300 €. Geteilt durch 30,4 ergibt das ein Tagesbudget von knapp 10 €.

Der größte Hebel ist die Conversion-Rate deiner Zielseite. Bucht nur jede vierzigste statt jede zwanzigste Person, verdoppeln sich die Kosten pro Buchung, obwohl der Klickpreis gleich bleibt. Eine klare Landingpage mit Online-Buchung bringt deshalb oft mehr als ein höheres Budget. Damit du echte statt angenommene Zahlen bekommst, brauchst du ein funktionierendes Conversion-Tracking.

Testphase einplanen und Agenturkosten trennen

Die ersten Wochen sind eine Lernphase, für dich und für Google. Plane dafür einen Betrag ein, den du bewusst als Test verbuchst, und sorg dafür, dass in dieser Zeit genug Klicks zusammenkommen, um Muster zu erkennen. So gehst du vor:

  • Eine Suchkampagne für die Leistung mit der klarsten Nachfrage, nicht fünf gleichzeitig
  • Jede Woche den Bericht zu Suchbegriffen prüfen und Unpassendes ausschließen
  • Nach einigen Wochen die Kosten pro Conversion mit deiner Obergrenze vergleichen
  • Erst dann Budget erhöhen, weitere Leistungen dazunehmen oder aufhören

Viel Geld versickert nicht über hohe Klickpreise, sondern über vermeidbare Einstellungen. Welche das sind, zeigt der Artikel über typische Google-Ads-Fehler.

Lässt du das Konto betreuen, sind das zwei getrennte Posten: Das Werbebudget zahlst du direkt an Google, idealerweise über dein eigenes Konto. Die Betreuung wird extra verrechnet, üblich sind Pauschalen, Stundensätze oder ein Anteil am Werbebudget. Der Aufwand hängt davon ab, wie viele Kampagnen und Leistungen es gibt, wie viel für Tracking und Landingpages zu tun ist und wie oft optimiert und berichtet wird. Frag vorab, wem das Konto gehört und was bei einer Kündigung passiert.

Fazit

Die Kosten von Google Ads legst du selbst fest, über Tagesbudget und Einstellungen. Was ein Klick kostet, entscheidet die Auktion. Was eine Kundin kostet, entscheiden vor allem deine Keywords, deine Zielseite und dein Tracking. Rechne vom Kundenwert aus, plane eine Testphase ein und erhöhe erst, wenn die Zahlen passen.

Wenn du dein Budget gemeinsam durchrechnen oder die Kampagne abgeben willst, schau dir unsere Google-Ads-Betreuung an oder meld dich direkt für ein Erstgespräch.

Häufige Fragen

Wie viel Budget brauche ich für Google Ads mindestens?

Eine Untergrenze, die für alle passt, gibt es nicht. Entscheidend ist, dass genug Klicks zusammenkommen, um etwas zu lernen. Rechne rückwärts: geschätzter Klickpreis aus dem Keyword-Planer, erwartete Conversion-Rate und die Zahl der Anfragen, die du willst. Reicht das Budget dafür nicht, bündle es auf eine Leistung und einen kleineren Umkreis.

Warum hat Google an einem Tag mehr als mein Tagesbudget ausgegeben?

Das Tagesbudget ist ein Durchschnitt. Bei den meisten Kampagnen darf Google an einzelnen Tagen bis zum Doppelten ausgeben, um Tage mit viel Nachfrage zu nutzen. Über den Monat verrechnet Google höchstens das 30,4-Fache des Tagesbudgets. Liefert Google darüber hinaus aus, wird dir der Überschuss nicht in Rechnung gestellt.

Zahle ich auch, wenn meine Anzeige nur angezeigt wird?

Bei Suchkampagnen mit Klickgeboten zahlst du nur für Klicks, dazu zählt auch ein Anruf über das Anrufsymbol in der Anzeige. Reine Einblendungen kosten nichts. Andere Kampagnentypen können anders abrechnen, etwa nach Impressionen bei bestimmten Display- oder Videokampagnen. Prüf deshalb bei jeder Kampagne die gewählte Gebotsstrategie.

Wird Google Ads mit einer Agentur teurer?

Das Werbebudget bleibt gleich, weil du die Klicks direkt an Google zahlst. Dazu kommen die Kosten für die Betreuung. Ob sich das rechnet, hängt davon ab, wie viel Budget durch bessere Einstellungen nicht mehr verloren geht und wie viel Zeit du selbst sparst. Achte darauf, dass das Konto auf deinen Betrieb läuft.

PR
GESCHRIEBEN VON
Philip Reisinger-Frantes alias BigP

Problemlöser · Dipl. Mediendesign · Dipl. Social Media Manager. Baut Systeme, die ganze Kundenprozesse abbilden — von der Website bis zum CRM.

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