Website, Online-Buchung, Kundenkartei, Rechnungen, Bewertungen: Was jeder Dienstleistungsbetrieb braucht, was je Branche dazukommt und womit du anfängst.
Artikel lesen →Branchensoftware ist Software, die auf die Abläufe, Fachbegriffe und Besonderheiten einer bestimmten Branche zugeschnitten ist, etwa ein Terminsystem mit Stühlen und Einwirkzeiten für den Friseur oder eine Werkstattsoftware mit Fahrzeugkartei. Standardsoftware wie eine Tabellenkalkulation deckt dagegen viele Zwecke ab, aber keinen davon im Detail.
Branchensoftware vs. Standardsoftware
Standardsoftware ist flexibel und schnell eingerichtet, du musst aber jeden Ablauf selbst nachbauen: Spalten anlegen, Formeln pflegen, Erinnerungen im Kopf behalten. Branchensoftware bringt die typischen Abläufe schon mit. Die Kosmetikerin bucht Kabinen, die Werkstatt verwaltet Kennzeichen und den nächsten Pickerl-Termin, die Tanzschule Kurse und Paare.
Der Preis dafür: Spezialprogramme sind oft weniger anpassbar, und wer mehrere Leistungsbereiche hat, etwa Massage und Kosmetik unter einem Dach, passt manchmal in keine Schublade. Dazu kommt, dass jede Branche ihr eigenes Spezialprogramm hat und Betriebe mit wachsendem Angebot schnell bei mehreren Programmen landen.
Woran du gute Branchensoftware erkennst
- Deine Sprache: Die Software spricht von Stylist:in und Stuhl oder von Mechaniker:in und Hebebühne, nicht von „Ressource 1“.
- Deine Abläufe: Typische Schritte sind abgebildet, etwa Pufferzeiten zwischen Behandlungen oder ein Auftrag, aus dem mit einem Klick die Rechnung wird.
- Österreich-Tauglichkeit: Umsatzsteuer, Kleinunternehmerregelung, Feiertage und DSGVO-Werkzeuge passen zur hiesigen Rechtslage, nicht nur zur deutschen.
- Offene Verbindungen: Website, Kalender und Steuerberatung lassen sich anbinden, und deine Daten kannst du jederzeit exportieren.
- Umstieg und Ausstieg: Bestehende Kundendaten lassen sich per Datenmigration übernehmen, und du kommst später auch wieder heraus.
- Erreichbarer Support: Es gibt jemanden, der deine Branche versteht und bei Fragen rasch hilft.
Typische Fehler bei der Auswahl
Häufig wird nach Funktionslisten entschieden statt nach dem eigenen Alltag. Schreib vorher auf, wie ein typischer Tag abläuft: Wer nimmt Anrufe an, wer bucht, wer kassiert, was passiert nach dem Termin? In der Demo prüfst du dann genau diese Wege, am besten mit echten Beispielen aus deinem Betrieb.
Ein zweiter Fehler sind Insellösungen: ein Buchungstool hier, ein Rechnungsprogramm dort, eine Excel-Liste für Gutscheine. Jede Lücke dazwischen ist ein Medienbruch, bei dem Daten doppelt eingetippt werden. Frag auch nach dem Betriebsmodell: Läuft die Software als SaaS auf den Servern des Anbieters oder auf eigenem Server, wo liegen die Daten, und wem gehören sie? Klär außerdem früh, ob die Kassa Teil der Software ist oder getrennt bleibt, denn für Barzahlungen gilt die Registrierkassenpflicht.
Branchenpaket statt Spezialprogramm
Ein Mittelweg sind Branchenpakete auf einer gemeinsamen Basis. BigCRM verfolgt diesen Ansatz: Für Friseur, Kosmetik, Massage, Werkstatt, Installateur, Agentur und Tanzschule gibt es fertige Pakete mit passenden Begriffen, Modulen, Abläufen und Vorlagen, beim Installateur etwa mit Einsatzplanung, bei der Werkstatt mit Fahrzeugkartei. Module, die du nicht brauchst, schaltest du weg. BigCRM läuft auf deiner eigenen Domain, gehostet in Österreich oder auf deinem eigenen Server.
Wer sich in keiner Branche wiederfindet, etwa ein Fotostudio oder eine Hundepension, startet mit dem Standardpaket von BigCRM: schlank, mit neutralen Begriffen, die du selbst umbenennst, und Zusatzmodulen nach Bedarf. Passt später ein Branchenpaket besser, ist ein Wechsel möglich.
Welche Branche welche Funktionen wirklich braucht, zeigt der Artikel Digitalisierung im Dienstleistungsbetrieb: Was welche Branche braucht. Ein konkretes Beispiel für den Salon liefert Friseursoftware: Termine, Stühle und Stammkundschaft im Griff.


