GLOSSAR CRM & TERMINE 3 Min. Lesezeit

Self-Hosting (On-Premise)

KURZ ERKLÄRT

Self-Hosting heißt, Software auf einem selbst kontrollierten Server zu betreiben statt sie zu mieten – mit mehr Datenhoheit, aber auch mehr Wartung.

Self-Hosting bedeutet, dass du eine Software auf einem Server betreibst, den du selbst kontrollierst, statt sie als Mietdienst eines Anbieters zu nutzen. Steht der Server im eigenen Betrieb, spricht man von On-Premise. Du entscheidest über Speicherort, Zugriffe und Updates und trägst dafür auch die Verantwortung.

Drei Varianten von Self-Hosting

  1. On-Premise: Der Server oder ein Netzwerkspeicher steht im Geschäft, etwa im Büro hinter der Werkstatt. Die Daten verlassen das Haus nicht, aber Strom, Internetanschluss und Hardware sind deine Sache. Fällt das Internet im Geschäft aus, ist das System auch von unterwegs nicht erreichbar.
  2. Gemieteter Server: Du mietest Webspace oder einen eigenen Server bei einem Hosting-Anbieter und installierst die Software darauf. Die Hardware betreut der Hoster, alles darüber du oder dein Dienstleister.
  3. Eigene Installation mit Betreuung: Die Software läuft in einer eigenen Installation auf deiner Domain, ein Dienstleister kümmert sich um Technik und Updates.

Ein bekanntes Beispiel ist WordPress: Die Software von wordpress.org installierst du auf deinem eigenen Webspace, statt eine Website bei einem Baukasten-Anbieter zu mieten.

Datenhoheit gegen Wartungsaufwand

Der größte Vorteil ist Kontrolle. Du weißt, wo die Daten liegen, bist nicht an Preisänderungen oder gestrichene Funktionen eines Anbieters gebunden und kannst die Software anpassen lassen. Dafür übernimmst du Aufgaben, die bei SaaS der Anbieter erledigt:

  • Sicherheitsupdates für Server und Software zeitnah einspielen
  • regelmäßige Backups anlegen und die Wiederherstellung testen
  • verschlüsselte Verbindungen per HTTPS, sichere Passwörter und Zugriffsrechte
  • überwachen, ob alles läuft, und bei Ausfällen reagieren

Die DSGVO verlangt angemessene technische und organisatorische Maßnahmen (Art. 32). „Selbst gehostet“ ist also nicht automatisch sicherer, sondern nur so sicher, wie es gepflegt wird.

Ein Beispiel aus der Praxis

Angenommen, ein Installateurbetrieb mit acht Leuten will sein CRM selbst betreiben, weil die Website ohnehin auf einem gemieteten Server läuft. Das klappt gut, solange jemand zuverlässig Updates und Sicherungen macht. Ist diese Person länger krank oder verlässt den Betrieb, bleibt die Wartung liegen, und genau dann fallen Sicherheitslücken nicht auf.

Wichtig auch: Wer bei einem Hoster selbst hostet, gibt Daten trotzdem an einen Dienstleister. Mit dem Hoster und mit allen, die für Wartung Zugriff bekommen, brauchst du deshalb einen Auftragsverarbeitungsvertrag.

Für wen sich Self-Hosting eignet

Self-Hosting passt vor allem zu Betrieben, die ohnehin einen Server oder eine technische Betreuung haben, besondere Anforderungen an den Speicherort stellen oder ihre Software stark anpassen lassen wollen. Wer dagegen keine Zeit für laufende Wartung einplant, fährt mit einer betreuten Lösung meist besser.

Rechne dabei ehrlich: Self-Hosting spart Mietgebühren, kostet aber Zeit für Updates, Kontrolle und Notfälle. Diese Kosten stehen auf keiner Rechnung, fallen aber trotzdem an.

Self-Hosting mit BigCRM

BigCRM läuft immer als eigene Installation pro Betrieb auf deiner eigenen Domain. Du kannst es bei uns in Österreich hosten lassen, dann übernehmen wir Hosting, Updates und Sicherungen, oder auf deinem eigenen Server betreiben. In beiden Fällen teilst du deine Daten mit keinem anderen Betrieb.

Welche Daten du auf deinem Server überhaupt speichern darfst und wie lange, erklärt der Beitrag Kundendaten & DSGVO. Wie du das passende System auswählst, zeigt der Leitfaden CRM für Dienstleister.

PR
ERKLÄRT VON
Philip Reisinger-Frantes alias BigP

Problemlöser · Dipl. Mediendesign · Dipl. Social Media Manager. Baut Systeme, die ganze Kundenprozesse abbilden — von der Website bis zum CRM.

Mehr über mich →

Das hängt damit zusammen

Alle Begriffe A–Z →