Updates, Backups, Zugänge und Ladezeit: Was bei der WordPress-Wartung regelmäßig zu tun ist, mit einem Wartungsplan für jede Woche, jeden Monat und…
Artikel lesen →Caching bedeutet, dass einmal erzeugte oder geladene Daten in einem Zwischenspeicher, dem Cache, abgelegt und beim nächsten Aufruf von dort geliefert werden, statt sie neu zu berechnen oder erneut herunterzuladen. Bei Websites verkürzt das die Ladezeit und entlastet den Server.
Warum WordPress einen Cache braucht
WordPress baut jede Seite bei jedem Aufruf neu zusammen: Der Server führt PHP-Code aus, fragt die Datenbank ab, lässt Theme und Plugins arbeiten und erzeugt daraus die fertige Seite. Das ist flexibel, kostet aber Zeit – bei jedem einzelnen Besuch. Bei wenigen Besuchen fällt das kaum auf. Kommen aber nach einer Gutscheinaktion viele gleichzeitig, wird der Server schnell zum Nadelöhr.
Ein Vergleich aus dem Betrieb: Du schreibst deine Preisliste auch nicht für jede Kundin neu, sondern druckst sie einmal und legst sie auf. Ein Cache macht das Gleiche mit deiner Website. Erst wenn sich etwas ändert, wird neu gedruckt.
Die wichtigsten Cache-Arten
| Art | Was gespeichert wird | Wo |
|---|---|---|
| Page-Cache | die fertige HTML-Seite | am Server, über Plugin oder Hosting |
| Browser-Cache | Bilder, Schriften, CSS- und JavaScript-Dateien | am Gerät der Besucher:innen |
| Objekt-Cache | Ergebnisse von Datenbankabfragen | im Arbeitsspeicher des Servers, etwa mit Redis |
| CDN-Cache | Kopien von Dateien oder ganzen Seiten | auf den Servern eines CDN |
Den Browser-Cache steuert der Server über die Angabe Cache-Control. Diese legt fest, wie lange ein Browser eine Datei behalten darf. Der Objekt-Cache von WordPress gilt standardmäßig nur für einen einzigen Seitenaufruf; dauerhaft wird er erst mit einer Erweiterung für Redis oder Memcached. Ob ein Page-Cache aktiv ist und wie schnell der Server antwortet, prüft WordPress seit Version 6.1 im Bereich „Website-Zustand“.
Worauf du achten solltest
- Dynamisches ausnehmen: Warenkorb, Login-Bereiche, Kundenportal und die Online-Buchung mit freien Terminen dürfen nicht aus einem veralteten Cache kommen.
- Formulare testen: Formulare enthalten oft Sicherheitscodes mit Ablaufzeit. Bleibt eine Seite zu lange im Cache, können Absendungen fehlschlagen.
- Nur ein Seiten-Cache: Bietet dein Hosting bereits Caching am Server, kann sich ein zusätzliches Plugin für Caching damit in die Quere kommen.
- Wirkung messen: Ein guter Page-Cache verbessert vor allem die Serverantwort und damit den LCP. Vergleiche die Werte vorher und nachher.
Cache leeren – in dieser Reihenfolge
Angenommen, eine Friseurin ändert am Abend die Öffnungszeiten für die Feiertage. Am nächsten Morgen ruft eine Kundin an, weil online noch die alten Zeiten stehen. Dann liefert irgendein Cache noch die frühere Version – am Server, im CDN oder im Browser der Kundin. Leere ihn von innen nach außen:
- Cache-Plugin oder Server-Cache, je nach Lösung im WordPress-Dashboard oder im Kundenbereich des Hosters
- das CDN, falls eines im Einsatz ist
- den eigenen Browser: Seite mit Strg + F5 (am Mac Cmd + Shift + R) neu laden oder in einem privaten Fenster öffnen
Viele Caching-Lösungen leeren den Cache einer Seite beim Speichern automatisch. Bei Änderungen an Menü, Theme oder Fußzeile ist ein komplettes Leeren aber oft nötig. Prüfe das Ergebnis danach in einem privaten Fenster, denn dein eigener Browser zeigt sonst womöglich wieder die alte Version.
Caching gehört zur laufenden Website-Wartung. Was sonst regelmäßig zu tun ist, zeigt der Artikel WordPress-Wartung & Sicherheit. Wenn du Caching und Hosting sauber eingerichtet haben willst, übernimmt das BigWebsites.
