GLOSSAR GOOGLE ADS & TRACKING 3 Min. Lesezeit

Keyword-Optionen (Match Types)

KURZ ERKLÄRT

Keyword-Optionen (Match Types) legen in Google Ads fest, wie eng eine Suche zum Keyword passen muss: weitgehend, Wortgruppe oder genau passend.

Keyword-Optionen, englisch Match Types, legen in Google Ads fest, wie eng eine Suchanfrage zu deinem Keyword passen muss, damit deine Anzeige an der Auktion teilnehmen kann. Es gibt drei Optionen: weitgehend passend, passende Wortgruppe und genau passend. Die Wahl entscheidet, wie viele und welche Suchen deine Anzeigen auslösen.

Die drei Optionen im Überblick

Option Schreibweise Wann die Anzeige erscheinen kann
Weitgehend passend wimpernlifting bregenz bei Suchen, die einen Bezug zum Keyword haben, auch ohne dessen Wörter
Passende Wortgruppe „wimpernlifting bregenz“ bei Suchen, die die Bedeutung des Keywords enthalten, auch mit Zusatzwörtern
Genau passend [wimpernlifting bregenz] bei Suchen mit derselben Bedeutung oder Absicht

Wichtig: Google arbeitet bei allen drei Optionen mit Bedeutungen, nicht mit exakten Zeichenfolgen. Auch ein genau passendes Keyword kann bei leicht abweichenden Formulierungen erscheinen, wenn sie dasselbe meinen. Die passende Wortgruppe erreicht mehr Suchen als genau passend, aber weniger als weitgehend passend.

Weitgehend passend ist der Standard

Gibst du ein Keyword ohne Zeichen ein, gilt es als weitgehend passend. Google bezieht dabei auch die letzten Suchen der Person, den Inhalt deiner Zielseite und die anderen Keywords der Anzeigengruppe ein. Das bringt Reichweite, aber auch Klicks, die mit deinem Angebot wenig zu tun haben.

Google empfiehlt, weitgehend passende Keywords zusammen mit Smart Bidding zu verwenden, also einer automatischen Gebotsstrategie, die auf Conversions hinarbeitet. Das funktioniert nur mit sauberem Conversion-Tracking. Dazu kommt AI Max, eine Erweiterung für Suchkampagnen, die Suchanfragen auch über die gebuchten Keywords hinaus abgleichen kann. Kampagnen mit der Kampagneneinstellung „weitgehend passend“ und automatisch erstellten Assets stellt Google laut eigenem Blog ab September 2026 automatisch darauf um. Prüf deshalb, welche Einstellungen in deinem Konto aktiv sind.

Ein Beispiel aus der Praxis

Angenommen, ein Kosmetikstudio in Bregenz startet mit kleinem Budget. Für die Kernleistung bucht es „wimpernlifting bregenz“ als passende Wortgruppe. So kann die Anzeige etwa bei „wimpernlifting bregenz preis“ erscheinen, eher nicht aber bei Suchen nach Wimpernserum oder einer Ausbildung zur Kosmetikerin. Erst wenn genug Buchungen gemessen werden, testet das Studio weitgehend passende Keywords mit Smart Bidding und vergleicht, ob die zusätzlichen Klicks auch zusätzliche Termine bringen.

Worauf du achten solltest

  • Suchbegriffe prüfen: Der Bericht „Suchbegriffe“ zeigt, was Menschen tatsächlich eingetippt haben. Unpassendes schließt du mit ausschließenden Keywords aus.
  • Keine Doppelungen: Bei weitgehend passenden Keywords behandelt Google Varianten wie „friseur wien“ und „wien friseur“ als dasselbe Keyword. Ein Eintrag reicht.
  • Absicht vor Wortlaut: Überleg bei jedem Keyword, welche Suchintention dahintersteht. „friseur lehre“ und „friseur termin“ enthalten dasselbe Wort, meinen aber etwas völlig anderes.
  • Spezifisch werden: Ein Longtail-Keyword wie „thermenwartung wien 1210“ bringt weniger, aber oft passendere Suchen.
  • Zusammenspiel mit Performance Max: Ist die Suchanfrage identisch mit einem passenden Keyword deiner Suchkampagne, hat laut Google die Suchkampagne Vorrang, egal mit welcher Option das Keyword eingebucht ist.

Übrigens: Der Qualitätsfaktor eines Keywords ändert sich durch eine andere Keyword-Option nicht, weil Google ihn nur aus exakt passenden Suchen berechnet.

Wie du dein Konto von Anfang an sauber aufbaust, zeigt der Leitfaden Google Ads für kleine Unternehmen. Welche Keyword-Fehler kleine Google-Ads-Konten besonders oft machen, steht in unserem Fehler-Überblick. Wenn du die Keyword-Pflege abgeben willst, übernimmt das BigSEA.

PR
ERKLÄRT VON
Philip Reisinger-Frantes alias BigP

Problemlöser · Dipl. Mediendesign · Dipl. Social Media Manager. Baut Systeme, die ganze Kundenprozesse abbilden — von der Website bis zum CRM.

Mehr über mich →

Das hängt damit zusammen

Alle Begriffe A–Z →