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Canonical-Tag

KURZ ERKLÄRT

Der Canonical-Tag sagt Google, welche URL die bevorzugte Version ist, wenn derselbe Inhalt unter mehreren Adressen erreichbar ist.

Ein Canonical-Tag ist eine Angabe im HTML-Kopf einer Seite (rel=„canonical“), mit der du Google mitteilst, welche Adresse die bevorzugte Version ist, wenn derselbe Inhalt unter mehreren URLs erreichbar ist. Google wertet das als starken Hinweis, trifft die Entscheidung aber selbst.

Wozu der Canonical-Tag dient

Viele Websites liefern denselben Inhalt unter verschiedenen Adressen aus, oft ohne dass es jemand bemerkt. Google wählt dann eine davon als kanonische, also maßgebliche URL aus und zeigt in der Regel nur diese in den Suchergebnissen. Typische Ursachen für solchen Duplicate Content:

  • Varianten mit und ohne „www“ oder mit http und https
  • Parameter am Ende der Adresse, etwa ?gclid= nach einem Klick auf eine Anzeige in Google Ads oder UTM-Parameter aus dem Newsletter
  • Sortier- und Filterfunktionen, etwa in einem Online-Shop für Gutscheine
  • eine Testversion der Website, die versehentlich öffentlich erreichbar ist

Mit dem Canonical-Tag fasst du solche Varianten zusammen. Signale wie Links verteilen sich dann nicht auf mehrere Adressen, und in den Suchergebnissen erscheint die Version, die du zeigen willst.

Ein Hinweis, keine Anweisung

Google formuliert es deutlich: Eine bevorzugte kanonische URL anzugeben, ist ein Hinweis, keine Regel. Weiterleitungen und rel=„canonical“ gelten als starke Signale, ein Eintrag in der XML-Sitemap als schwaches. Je mehr Signale in dieselbe Richtung zeigen, desto eher folgt Google deiner Wahl. Soll eine alte Adresse ganz verschwinden, ist eine 301-Weiterleitung das passendere Mittel, denn dort landen auch Besucher:innen automatisch auf der neuen Seite.

Ob Google deiner Angabe folgt, siehst du in der Google Search Console: Die URL-Prüfung zeigt die vom Nutzer angegebene und die von Google ausgewählte kanonische URL. Weichen beide ab, meldet der Bericht zur Seitenindexierung das als eigenen Status.

Beispiel: Anzeigenklicks mit Parametern

Angenommen, ein Installateur in Amstetten bewirbt seinen Notdienst mit Google Ads. Jeder Anzeigenklick landet auf einer Adresse wie /notdienst/?gclid=…, dazu kommen Links aus dem Newsletter mit UTM-Parametern. Für Google sind das lauter eigene URLs mit identischem Inhalt. Ein Canonical-Tag auf der Notdienst-Seite, der auf ihre saubere Adresse ohne Parameter verweist, macht klar, welche Version in den Suchergebnissen erscheinen soll.

In WordPress gibt der Kern diesen Tag für einzelne Seiten und Beiträge automatisch aus, und zwar mit der Adresse ohne angehängte Parameter. SEO-Plugins erweitern das auf Archive und erlauben abweichende Angaben pro Seite.

Typische Fehler

  • Alles zeigt auf die Startseite: Damit erklärst du deine Unterseiten zu Kopien der Startseite, obwohl ihr Inhalt ein anderer ist.
  • Relative Adressen: Google empfiehlt vollständige URLs mit https und Domain, weil relative Pfade auf Dauer Probleme machen können, etwa wenn eine Testkopie gecrawlt wird.
  • Sperre per robots.txt: Ist ein Duplikat dort blockiert, kann Google den Canonical-Tag auf dieser Seite gar nicht lesen. Google rät ausdrücklich davon ab, die robots.txt für die Kanonisierung zu nutzen.
  • Widersprüchliche Signale: Canonical auf Seite A, Sitemap und interne Links auf Seite B. Dann sucht sich Google selbst eine Version aus.

Besonders nach Adressänderungen lohnt sich ein Blick auf die Canonical-Angaben. Deshalb gehören sie auf jede Checkliste für einen Website-Relaunch ohne Rankingverlust. Wenn du nicht sicher bist, ob deine Website hier sauber aufgestellt ist, prüft BigSEO das im Rahmen eines technischen SEO-Checks.

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ERKLÄRT VON
Philip Reisinger-Frantes alias BigP

Problemlöser · Dipl. Mediendesign · Dipl. Social Media Manager. Baut Systeme, die ganze Kundenprozesse abbilden — von der Website bis zum CRM.

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