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XML-Sitemap

KURZ ERKLÄRT

Eine XML-Sitemap listet die wichtigen Adressen einer Website maschinenlesbar auf und hilft Google, alle Seiten zu finden und effizient zu crawlen.

Eine XML-Sitemap ist eine Datei, die die wichtigen Adressen einer Website in maschinenlesbarer Form auflistet, oft zusammen mit dem Datum der letzten Änderung. Die Datei hilft Suchmaschinen wie Google, alle Seiten zu finden und die Website effizienter zu crawlen. Eine Aufnahme in den Index sichert sie aber nicht zu.

Wie eine XML-Sitemap funktioniert

Die Datei folgt einem festen Format: Für jede Seite gibt es einen Eintrag mit der Adresse und optional dem Datum der letzten Änderung. Dieses Datum nutzt Google laut eigener Dokumentation nur, wenn es durchgehend und nachprüfbar stimmt. Eine neue Jahreszahl im Seitenfuß zählt dabei nicht als Änderung. Die Angaben zu Priorität und Änderungshäufigkeit, die manche Plugins noch ausgeben, ignoriert Google vollständig.

Eine einzelne Sitemap darf höchstens 50.000 Adressen oder 50 MB unkomprimiert umfassen. Größere Websites teilen sie deshalb auf und fassen die Teile in einem Sitemap-Index zusammen. Für einen kleinen Betrieb spielt das kaum eine Rolle. Wichtiger sind zwei Grundregeln aus der Google-Dokumentation: Die Datei ist UTF-8-codiert und enthält vollständige Adressen mit https und Domain.

Die Sitemap in WordPress

Seit Version 5.5 erstellt WordPress selbst eine Sitemap, erreichbar unter /wp-sitemap.xml. Diese Sitemap enthält öffentliche Seiten, Beiträge, Kategorien und Autor:innen-Archive. SEO-Plugins wie Yoast SEO schalten diese Kern-Sitemap ab und liefern eine eigene unter einer anderen Adresse. Wichtig ist nur, dass es genau eine aktuelle Sitemap gibt und du weißt, wo sie liegt.

Beispiel: Aufräumen in der Sitemap

Angenommen, ein Elektrotechnik-Betrieb in Eisenstadt hat eine WordPress-Website mit zwölf Leistungsseiten. Ein Blick in die Sitemap bringt Überraschungen: Neben den Leistungsseiten stehen dort Dutzende Schlagwort-Archive aus einem längst eingeschlafenen Blog, ein Autor:innen-Archiv mit nur einem Beitrag und Seiten, die per noindex ausgeschlossen sind. Nach dem Aufräumen enthält die Sitemap nur noch Adressen, die tatsächlich in der Suche erscheinen sollen. Auch Adressen, die nur noch weiterleiten, fliegen hinaus. Genau das empfiehlt auch Google: In die Sitemap gehören die kanonischen Adressen, also jeweils die bevorzugte Version einer Seite.

Sitemap einreichen und prüfen

  1. Die Sitemap-Adresse im Browser aufrufen und kontrollieren, ob die richtigen Seiten drinstehen.
  2. In der Google Search Console unter „Sitemaps“ die Adresse eintragen. Alternativ kann sie mit einer eigenen Zeile in der robots.txt stehen.
  3. Im Bericht nachsehen, ob Google die Datei lesen konnte und wie viele Adressen gefunden wurden.
  4. Fehlen einzelne Seiten im Index, hilft der Bericht zur Seitenindexierung weiter.

Brauchst du überhaupt eine? Bei kleinen Websites bis rund 500 Seiten, deren wichtige Seiten alle über Links erreichbar sind, ist eine Sitemap laut Google verzichtbar. Meist nützt sie trotzdem, schreibt Google, und bei WordPress ist sie ohnehin schon da. Eine Sitemap ersetzt allerdings keine gute interne Verlinkung: Seiten, die nur in der Sitemap stehen, aber nirgends verlinkt sind, haben es schwer. Ob eine Seite dann auch wirklich aufgenommen wird, ist ein eigener Schritt, die Indexierung.

Beim Relaunch ist die alte Sitemap übrigens eine wertvolle Liste aller bisherigen Adressen. Wie du sie dafür nutzt, zeigt der Artikel Website-Relaunch ohne Rankingverlust. Wenn du dir bei Sitemap, Indexierung und Search Console Unterstützung wünschst, übernimmt BigSEO diese technischen Grundlagen.

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ERKLÄRT VON
Philip Reisinger-Frantes alias BigP

Problemlöser · Dipl. Mediendesign · Dipl. Social Media Manager. Baut Systeme, die ganze Kundenprozesse abbilden — von der Website bis zum CRM.

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