Neue Website, alte Rankings behalten: So planst du URL-Inventar, 301-Weiterleitungen, Launch-Tag und Monitoring, damit Google und Kund:innen dich weiterhin finden.
Artikel lesen →Ein Website-Relaunch ist der Neustart einer bestehenden Website: Struktur, Inhalte, Design oder Technik werden grundlegend erneuert, meist unter derselben Domain. Ziel ist eine Website, die besser zu den heutigen Leistungen und Kund:innen passt, ohne die bisherige Sichtbarkeit bei Google und die gewohnten Anfragewege zu verlieren.
Abgrenzung: Relaunch vs. Redesign
Bei einem Redesign bekommt die Website ein neues Aussehen, Seiten und Adressen bleiben gleich. Beim Relaunch ändert sich mehr: eine neue Seitenstruktur, neue URLs, oft ein neues System, etwa der Wechsel von einem Website-Baukasten zu WordPress. Genau das macht den Relaunch riskanter, denn Google kennt deine Seiten unter ihren bisherigen Adressen.
Typische Anlässe sind ein veraltetes System, das sich nicht mehr sicher betreiben lässt, neue Leistungen, die auf der alten Website keinen Platz haben, oder eine Seite, die am Handy schlecht funktioniert. Ein Relaunch ist auch eine Chance, Ballast loszuwerden: abgelaufene Aktionsseiten, doppelte Inhalte und Plugins, die niemand mehr braucht. Was gestrichen wird, bekommt trotzdem eine Weiterleitung auf die thematisch nächste Seite.
Was beim Relaunch erhalten bleiben muss
- Adressen: Jede alte URL führt per 301-Weiterleitung direkt auf die passende neue Seite. Google empfiehlt, solche Weiterleitungen möglichst lange, in der Regel mindestens ein Jahr, bestehen zu lassen.
- Inhalte: Texte, die heute Besuche und Anfragen bringen, werden überarbeitet, nicht gestrichen.
- Tracking: Conversion-Tracking, Analyse und Cookie-Banner müssen auf der neuen Website wieder sauber laufen. Sonst fehlen Vergleichszahlen, und laufende Google-Ads-Kampagnen optimieren ins Leere.
- Verweise von außen: den Link im Google-Unternehmensprofil, in Branchenverzeichnissen und Social-Media-Profilen auf die neuen Adressen umstellen, ebenso Buchungslinks in E-Mail-Vorlagen.
- Technik: noindex aus der Testphase entfernen und die neue XML-Sitemap in der Search Console einreichen. Wechselt auch die Domain, meldest du den Umzug zusätzlich mit dem Adressänderungstool der Search Console.
So läuft ein Relaunch ab
- Ziele klären: Welche Anfragen, Buchungen oder Anrufe soll die neue Website bringen?
- Bestand erfassen: alle URLs, Seitentitel und die wichtigsten Kennzahlen der alten Website.
- Neue Struktur planen und jeder alten Adresse ein Ziel zuordnen.
- Texte und Bilder überarbeiten, bevor das Design fixiert wird.
- Auf einer Staging-Umgebung bauen und testen, am Handy wie am Desktop.
- Launch mit Weiterleitungen, danach einige Wochen Search Console, Anfragen und Ladezeit beobachten.
Laut Google kann es bei mittelgroßen Websites einige Wochen dauern, bis die neuen Adressen die alten in den Suchergebnissen ersetzen. Schwankungen in dieser Zeit sind normal und kein Grund, hektisch umzubauen. Leg den Launch deshalb nicht in deine stärksten Wochen, also etwa nicht kurz vor Weihnachten, wenn ein Kosmetikstudio die meisten Gutscheine verkauft.
Beispiel: vom Onepager zur mehrseitigen Website
Brautpaare, die bei Hochzeitstanz Wien private Einzelstunden nehmen, fanden früher alle Informationen auf einem Onepager, also einer einzigen langen Seite. Beim Relaunch wurde daraus eine mehrseitige, auf Suchmaschinen ausgerichtete Website. Dazu kam ein individuelles BigCRM, das mehrere bisher getrennte Tools ersetzt. Wie das Projekt aufgebaut ist, zeigt die Referenz Hochzeitstanz Wien.
Jeden Schritt rund um den Launch, von der URL-Liste bis zur Kontrolle danach, führt die Checkliste Relaunch ohne Rankingverlust im Detail auf. Wie BigSolutions solche Projekte angeht, zeigt BigWebsites.


