Welche Wörter deine Kund:innen wirklich googeln und wie du sie mit kostenlosen Google-Werkzeugen findest, bewertest und den richtigen Seiten zuordnest.
Artikel lesen →Die Suchintention (englisch Search Intent, auch Suchabsicht) beschreibt, was eine Person mit ihrer Suche eigentlich erreichen will: etwas wissen, eine bestimmte Website finden, etwas erledigen oder buchen, oder einen Betrieb in der Nähe aufsuchen. Eine Seite hat nur dann gute Chancen, wenn sie zu dieser Absicht passt.
Die vier Arten der Suchintention
- Informational: Jemand will etwas wissen, etwa „wie lange hält ein Wimpernlifting“.
- Navigational: Jemand sucht eine bestimmte Website, zum Beispiel den Namen deines Studios.
- Transaktional: Jemand will handeln, also buchen, kaufen oder anfragen, etwa „Massage Gutschein online kaufen“.
- Lokal: Jemand sucht einen Betrieb in der Nähe, etwa „Wimpernlifting Graz“ oder „Kosmetik in der Nähe“.
Google verwendet in den Richtlinien für seine Qualitätsbewerter:innen eine ähnliche Einteilung: Know (wissen), Do (tun), Website und Visit-in-Person (vor Ort besuchen). Dort steht auch, dass viele Suchen nicht eindeutig in nur eine Kategorie passen. Die Bewertungen dieser Prüfer:innen beeinflussen das Ranking einzelner Seiten laut Google nicht direkt, zeigen aber, wie Google über Suchen denkt.
Für kleine Dienstleister sind lokale und transaktionale Suchen besonders wertvoll, weil daraus direkt Anrufe und Termine werden. Informationale Suchen bringen dafür Vertrauen: Wer mit deinem Ratgebertext eine Frage gelöst hat, erinnert sich später an deinen Namen.
So erkennst du die Suchintention
Der einfachste Test: Gib den Begriff selbst bei Google ein und sieh dir die SERP an. Erscheint ein Kartenblock, das Local Pack, ist die Absicht lokal. Dominieren Ratgebertexte und Fragen, wollen die Leute vor allem Informationen. Stehen Buchungs- und Shopseiten oben, geht es ums Handeln. Was Google zeigt, ist ein guter Hinweis darauf, was Suchende bei diesem Begriff erwarten.
Oft mischen sich Absichten. Wer „Massage Wien“ sucht, will vermutlich in der Nähe buchen, vergleicht aber vorher Angebote und Bewertungen. Eine gute Leistungsseite bedient dann beides: kurze Infos und einen klaren Weg zum Termin.
Ein Beispiel aus der Praxis
Angenommen, ein Kosmetikstudio in Graz will mit Wimpernlifting gefunden werden. Hinter „Wimpernlifting Graz“ steckt eine lokale, oft schon buchungsbereite Absicht. Dafür passt eine Landingpage mit Ablauf, Dauer und Buchungsmöglichkeit. Hinter „wie lange hält ein Wimpernlifting“ steckt dagegen eine Frage. Hier hilft ein kurzer Ratgeberbeitrag, der die Frage ehrlich beantwortet und auf die Leistungsseite verlinkt. Der Ratgeber kann auch gleich die Pflege danach und häufige Irrtümer erklären. Zwei Absichten, zwei Seiten, die einander ergänzen.
Typische Fehler
- Eine reine Verkaufsseite für eine Frage bauen oder einen langen Ratgeber ohne Buchungsmöglichkeit für eine lokale Suche.
- Alle Absichten auf eine einzige Seite packen, die dann keine richtig bedient.
- Bei der Suche nach dem eigenen Namen schlecht auffindbar sein, weil Profil und Website unterschiedliche Namen und NAP-Daten tragen.
- Bei der Keyword-Recherche nur aufs Suchvolumen achten und die Absicht übersehen.
- In Google Ads für reine Wissensfragen bezahlen. Solche Suchen lassen sich mit ausschließenden Keywords herausfiltern.
Wie du Begriffe und Absichten den richtigen Seiten zuordnest, zeigt der Artikel Keyword-Recherche für kleine Betriebe; wie Seiten für lokale Suchen aufgebaut sind, der Beitrag über Leistungs- und Ortsseiten. Begleitung bei der Umsetzung bietet BigSEO.

