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A/B-Test

KURZ ERKLÄRT

Vergleich zweier Varianten einer Seite, Anzeige oder E-Mail, die gleichzeitig laufen – es bleibt die Version, die nachweislich mehr bringt.

Ein A/B-Test (auch Split-Test) vergleicht zwei Varianten einer Webseite, Anzeige oder E-Mail, indem jede Variante zur gleichen Zeit einem zufälligen Teil der Besucher:innen gezeigt wird. Welche Version bleibt, entscheiden messbare Ergebnisse wie Buchungen oder Anfragen – nicht der persönliche Geschmack.

So läuft ein A/B-Test ab

  1. Ziel festlegen: Was soll besser werden? Bei Dienstleistern meist Online-Buchungen, Anfragen oder Anrufe.
  2. Annahme formulieren: zum Beispiel „Ein Button ‚Termin buchen‘ bringt mehr Buchungen als ‚Kontakt‘“.
  3. Nur eine Sache ändern: Überschrift, Button, Angebot oder Bild – sonst weißt du nicht, was gewirkt hat.
  4. Gleichzeitig testen: Beide Varianten laufen parallel und teilen sich die Besuche zufällig.
  5. Auswerten und übernehmen: Erst wenn genug Daten da sind, gewinnt eine Variante.

Ein Vorher-nachher-Vergleich ist kein A/B-Test. Ob im Dezember mehr gebucht wird, hängt auch an Weihnachtsgutscheinen, Wetter oder Ferien – das verfälscht jeden Vergleich zweier Zeiträume.

Ein Beispiel aus der Praxis

Angenommen, ein Kosmetikstudio wirbt für Gesichtsbehandlungen und leitet die Anzeigen auf eine eigene Landingpage. Variante A trägt die Überschrift „Gesichtsbehandlung in Wien-Neubau“, Variante B „Gesichtsbehandlung mit Hautanalyse – Termin online buchen“. Die Hälfte der Besucher:innen sieht A, die andere Hälfte B. Gemessen werden nicht Klicks oder Verweildauer, sondern abgeschlossene Online-Buchungen. Erst wenn der Unterschied belastbar ist, wird die bessere Variante zur neuen Standardseite.

Wie viele Daten reichen?

Hier scheitern die meisten Tests kleiner Betriebe. Bringt Variante A drei Buchungen und Variante B fünf, kann das reiner Zufall sein. Erst wenn ein Unterschied statistisch signifikant ist, also mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zufällig entstanden ist, taugt er als Entscheidungsgrundlage. Je kleiner der Unterschied und je seltener die Conversions, desto länger muss ein Test laufen.

Für Tests in Google Ads empfiehlt Google eine Laufzeit von zwei bis drei Wochen. Reicht das nicht für ein klares Ergebnis, braucht es mehr Budget oder mehr Zeit. Bei wenig Besuchen lohnt es sich daher, große Unterschiede zu testen – ein anderes Angebot, eine neue Überschrift – statt Feinheiten wie Button-Farben.

A/B-Tests in Google Ads

  • Responsive Suchanzeigen: Du hinterlegst bis zu 15 Anzeigentitel und 4 Textzeilen, Google probiert die Kombinationen automatisch aus. Damit vergleichst du einzelne Bausteine, aber keine vollständigen Anzeigen.
  • Anzeigenvariationen: Du änderst Texte für mehrere Kampagnen gleichzeitig und legst fest, bei welchem Anteil der Zugriffe die Variante läuft.
  • Benutzerdefinierte Tests: Eine Testkampagne läuft neben dem Original, Google empfiehlt eine Aufteilung von je 50 zu 50. Das eignet sich etwa für eine neue Gebotsstrategie oder eine andere Zielseite. Statistisch signifikante Ergebnisse markiert Google Ads mit einem blauen Sternchen.

Für Tests direkt auf der Website gab es früher Google Optimize. Das Tool wurde am 30. September 2023 eingestellt; heute braucht es dafür andere Werkzeuge oder WordPress-Plugins.

Typische Fehler

  • Den Test beenden, sobald eine Variante kurz vorne liegt.
  • Auf die Klickrate optimieren, obwohl Buchungen zählen. Mehr Klicks bedeuten nicht automatisch mehr Termine.
  • Ohne funktionierendes Conversion-Tracking testen.
  • Während des Tests zusätzlich Budget, Gebote oder Zielseite ändern.

Weitere Stolpersteine sammelt der Artikel Die häufigsten Google-Ads-Fehler bei kleinen Konten. Was du am Ende vergleichst, ist fast immer die Conversion-Rate einer Anzeige oder Landingpage. Wenn du Tests in Google Ads lieber begleiten lässt, unterstützt dich BigSEA.

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ERKLÄRT VON
Philip Reisinger-Frantes alias BigP

Problemlöser · Dipl. Mediendesign · Dipl. Social Media Manager. Baut Systeme, die ganze Kundenprozesse abbilden — von der Website bis zum CRM.

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