Neun Einstellungen, die kleine Google-Ads-Konten unnötig Geld kosten, wo du sie im Konto findest und wie du sie in kurzer Zeit behebst.
Artikel lesen →Die Klickrate (englisch Click-Through-Rate, kurz CTR) gibt an, welcher Anteil der Menschen, die eine Anzeige oder ein Suchergebnis sehen, auch darauf klickt. Berechnet wird sie als Klicks geteilt durch Impressionen. Bei 5 Klicks aus 100 Einblendungen liegt die Klickrate bei 5 %.
So wird die Klickrate berechnet
Eine Impression ist eine einzelne Einblendung. Die Formel lautet: Klicks ÷ Impressionen = Klickrate. Jede Anzeige, jedes Keyword und jede Seite hat ihre eigene Klickrate. Du findest sie vor allem an zwei Stellen:
- Google Ads: in der Spalte „CTR“ für Kampagnen, Anzeigengruppen, Anzeigen und Keywords.
- Google Search Console: im Leistungsbericht für Suchanfragen und einzelne Seiten in den unbezahlten Ergebnissen.
Im Google-Unternehmensprofil zeigt Google Aufrufe und Interaktionen wie Anrufe, Wegbeschreibungen und Websiteklicks. Setzt du beides ins Verhältnis, erhältst du eine ähnliche Kennzahl für dein Profil. Wie du diese Werte nutzt, erklärt der Artikel Google-Unternehmensprofil optimieren: Schritt für Schritt.
Klickrate in Google Ads
Eine hohe Klickrate ist laut Google ein Anhaltspunkt dafür, dass Nutzer:innen die Anzeige als nützlich und relevant einstufen. Außerdem fließt die CTR in die voraussichtliche Klickrate ein, eine der drei Komponenten des Qualitätsfaktors. Einen allgemeingültigen Zielwert gibt es nicht: Was eine gute CTR ist, hängt laut Google davon ab, wofür und in welchen Werbenetzwerken du wirbst. Eine Bildanzeige auf einer Nachrichtenseite wird ganz anders angeklickt als eine Textanzeige bei einer gezielten Suche.
Was die Klickrate einer Suchanzeige in der Praxis hebt:
- den gesuchten Begriff und den Ort im Anzeigentitel aufgreifen
- einen konkreten Vorteil nennen, etwa „Termine auch samstags“
- Assets wie Anruf, Standort und Sitelinks ergänzen, die laut Google häufig zu mehr Klicks führen
- Anzeigengruppen thematisch eng halten, damit Anzeige und Suche zusammenpassen
Klickrate in der organischen Suche
Auch ohne Werbung lohnt der Blick auf die CTR. Steht eine Seite für einen wichtigen Suchbegriff weit oben, wird aber kaum angeklickt, kann das an der Darstellung im Suchergebnis liegen. Dann helfen ein klarer Title-Tag und eine Meta-Description, die zur Suche passt und einen Grund zum Klicken nennt.
Angenommen, ein Malerbetrieb in Linz steht mit seiner Seite zum Fassadenanstrich auf den vorderen Plätzen, die CTR bleibt aber niedrig. Der Seitentitel lautet nur „Leistungen“. Ein Titel wie „Fassade streichen in Linz: Ablauf, Dauer und Angebot“ sagt sofort, was die Seite bietet. Ob die Änderung wirkt, zeigt der Vergleich der CTR einige Wochen vorher und nachher. Bedenke dabei: Google übernimmt den Seitentitel nicht immer wörtlich, sondern bildet den Titel im Suchergebnis manchmal aus anderen Teilen der Seite.
Typische Fehler beim Deuten
- Zu wenig Daten: 2 Klicks aus 10 Impressionen ergeben rechnerisch 20 %, sagen aber noch nichts aus.
- Markensuchen mitzählen: Suchen nach deinem Betriebsnamen haben meist eine viel höhere Klickrate als allgemeine Suchen. Betrachte beides getrennt.
- Klicks mit Kund:innen verwechseln: Eine hohe CTR nützt wenig, wenn niemand bucht. Die Conversion-Rate zeigt, was nach dem Klick passiert.
- Äpfel mit Birnen vergleichen: Such- und Displayanzeigen, Handy und Desktop können sehr unterschiedliche Klickraten haben.
Welche Kontoeinstellungen eine schwache Klickrate verursachen können, steht in unserer Übersicht der typischen Fehler in kleinen Google-Ads-Konten. Wenn du Anzeigen und Klickraten regelmäßig prüfen lassen willst, hilft dir BigSEA.


