Wie Google lokale Suchergebnisse auswählt und welche Schritte kleinen Dienstleistern in Österreich wirklich helfen – vom Unternehmensprofil bis zur Online-Buchung.
Artikel lesen →Schema-Markup, auch strukturierte Daten genannt, ist ein standardisierter Code, der Suchmaschinen Fakten über eine Seite in maschinenlesbarer Form liefert, etwa Name, Adresse und Öffnungszeiten eines Betriebs. Das Vokabular stammt von schema.org. Google kann damit Inhalte besser einordnen und manche Suchergebnisse optisch erweitern.
So funktioniert Schema-Markup
Google unterstützt drei Formate und empfiehlt in den meisten Fällen JSON-LD, weil es sich am einfachsten umsetzen und pflegen lässt. Dabei steht ein kleiner Datenblock im HTML, der für Besucher:innen unsichtbar bleibt und Angaben wie Unternehmenstyp, Telefonnummer oder Öffnungszeiten auflistet. Der sichtbare Text der Seite bleibt unverändert. Sinngemäß sagt so ein Block zum Beispiel: Das ist ein Friseursalon mit diesem Namen, dieser Adresse und dieser Telefonnummer, geöffnet Dienstag bis Samstag. In WordPress übernehmen das meist SEO-Plugins oder das Theme.
Für Dienstleister ist der Typ LocalBusiness interessant, samt passender Untertypen wie HairSalon für Friseure, AutoRepair für Werkstätten oder Plumber für Installateure. Pflicht sind laut Google nur Name und Adresse. Empfohlen sind unter anderem Telefonnummer, Website und Öffnungszeiten.
Rich Results: was sich geändert hat
Strukturierte Daten können Suchergebnisse erweitern, etwa um Sternebewertungen bei Produkten, Veranstaltungstermine oder Rezeptbilder. Solche Darstellungen heißen Rich Results. Google entscheidet allerdings selbst, ob es sie zeigt. Korrektes Markup macht eine Seite nur dafür berechtigt.
Für kleine Betriebe ist das Angebot über die Jahre deutlich geschrumpft. Die aufklappbaren FAQ-Ergebnisse erscheinen seit 7. Mai 2026 nicht mehr in der Google-Suche, die Anleitungs-Ergebnisse (HowTo) schon seit 2023 nicht mehr. Sterne für den eigenen Betrieb sind ebenfalls nicht vorgesehen: Bewertungs-Markup für LocalBusiness ist laut Google nur für Websites gedacht, die Bewertungen über andere Betriebe sammeln. Deine Google-Bewertungen erscheinen stattdessen im Unternehmensprofil.
Beispiel: LocalBusiness für eine Werkstatt
Angenommen, eine Kfz-Werkstatt in Leoben ergänzt auf ihrer Kontaktseite JSON-LD vom Typ AutoRepair mit Firmenname, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten. Bewertungssterne in den Suchergebnissen bringt das nicht. Aber Google erhält die wichtigsten Fakten in eindeutiger Form, genau so, wie sie auf der Seite und im Google-Unternehmensprofil stehen. Gerade einheitliche NAP-Daten sind für Local SEO wichtig. Ändern sich die Öffnungszeiten, werden sie an allen drei Stellen gleichzeitig angepasst.
Worauf du achten solltest
- Nur auszeichnen, was auch sichtbar auf der Seite steht. Versteckte, irreführende oder erfundene Angaben verstoßen gegen die Richtlinien.
- Den Code mit dem Test für Rich-Suchergebnisse von Google prüfen und danach mit der URL-Prüfung in der Search Console.
- Angaben aktuell halten, vor allem Öffnungszeiten, Telefonnummer und Adresse.
- Das Markup dort einbauen, wo die Informationen ohnehin stehen, etwa auf der Kontakt- oder Standortseite. Bei mehreren Standorten bekommt jeder seine eigene Seite mit eigenen Angaben.
- Bei Verstößen kann Google eine manuelle Maßnahme verhängen. Die Seite verliert dann laut Google die Berechtigung für Rich Results, ihr Ranking in der normalen Suche bleibt davon unberührt.
- Für die KI-Funktionen der Google-Suche wie die AI Overviews braucht es laut Google kein spezielles Markup. Wichtig ist, dass strukturierte Daten zum sichtbaren Text passen.
Welche Rolle strukturierte Daten in der neuen KI-Suche spielen, liest du im Beitrag Was kleine Betriebe bei AI Overviews tun sollten. Wie Website, Profil und Bewertungen für die Sichtbarkeit in der Umgebung zusammenwirken, zeigt der Praxisleitfaden zu Local SEO in Österreich. Soll das Markup sauber und passend zu deinen sichtbaren Angaben eingebaut werden, übernimmt das BigSEO.


