GLOSSAR WEBSITE & WORDPRESS 3 Min. Lesezeit

Page Builder

KURZ ERKLÄRT

Ein Page Builder ist ein visueller Editor, mit dem du Seitenlayouts per Ziehen und Ablegen gestaltest, etwa der Block-Editor, Elementor oder Divi.

Ein Page Builder ist ein visueller Editor, mit dem du Seitenlayouts per Ziehen und Ablegen zusammenstellst: Abschnitte, Spalten, Bilder, Buttons und Formulare, mit sofortiger Vorschau und ohne Code. In WordPress sind das zum Beispiel der eingebaute Block-Editor (Gutenberg) oder Erweiterungen wie Elementor und Divi.

So funktioniert ein Page Builder

Statt in ein einziges Textfeld zu schreiben, bearbeitest du die Seite so, wie sie später aussieht. Du fügst einen Abschnitt ein, teilst ihn in zwei Spalten, ziehst ein Bild nach links und einen Text nach rechts und stellst Abstände, Farben und Schriften ein. Für Handy und Tablet lassen sich viele Einstellungen getrennt festlegen, damit die Seite im Responsive Design überall gut aussieht.

Viele Builder bringen außerdem Vorlagen für ganze Seiten oder Abschnitte mit, etwa Preislisten, Team-Bereiche oder Kontaktblöcke. Das spart Zeit, führt aber schnell zu Websites, die wie hundert andere aussehen, wenn niemand an Bildern, Texten und Farben feilt.

Im Hintergrund speichert der Builder das Layout in seinem eigenen Format und erzeugt daraus beim Aufruf der Seite HTML und CSS. Dieses Detail wird später wichtig.

Gutenberg, Elementor, Divi: die Unterschiede

  • Block-Editor (Gutenberg): seit WordPress 5.0 im Dezember 2018 fester Bestandteil von WordPress. Inhalte bestehen aus Blöcken; mit einem Block-Theme gestaltest du im Website-Editor auch Kopf- und Fußbereich. Ein zusätzliches Plugin ist nicht nötig.
  • Elementor: ein weit verbreitetes Page-Builder-Plugin mit kostenloser Basis- und kostenpflichtiger Pro-Version, vielen fertigen Elementen und in der Pro-Version einem Theme-Builder für Kopf- und Fußbereich.
  • Divi: Theme und Builder des Anbieters Elegant Themes, mit einem visuellen Editor direkt auf der Seite.

Alle drei sind etabliert und werden aktiv weiterentwickelt. Welcher passt, hängt weniger vom Werkzeug ab als von zwei Fragen: Wer pflegt die Website später, und wie viel Gestaltungsfreiheit wird wirklich gebraucht?

Ladezeit und Abhängigkeit

Page Builder sind bequem, haben aber einen technischen Preis. Ein Builder lädt eigene Skripte und Stile und erzeugt oft mehr verschachteltes HTML als ein schlank programmiertes Layout. Das kann die Ladezeit und damit die Core Web Vitals verschlechtern, vor allem am Handy. Mit sauberer Konfiguration, wenigen Zusatzpaketen, optimierten Bildern und Caching lässt sich viel davon auffangen.

Der zweite Punkt ist die Bindung. Weil jeder Builder sein eigenes Format verwendet, lassen sich Layouts nicht einfach in einen anderen Builder übernehmen. Deaktivierst du ihn, bleiben je nach Werkzeug unformatierter Text oder Reste von Shortcodes übrig. Ein Wechsel bedeutet deshalb fast immer, die Seiten neu zu bauen.

Worauf du achten solltest

  • Entscheide dich für einen Builder und bleib dabei, statt mehrere zu mischen.
  • Arbeite mit globalen Farben, Schriften und Vorlagen, damit eine Änderung überall wirkt.
  • Installiere nur die Zusatzpakete, die du tatsächlich brauchst.
  • Miss die Ladezeit vor und nach größeren Änderungen, zum Beispiel mit PageSpeed Insights.
  • Prüf, ob dein Team Texte ändern kann, ohne versehentlich das Layout zu verschieben. Gesperrte Vorlagen helfen dabei.

Ob ein Builder in WordPress oder gleich ein Website-Baukasten besser zu dir passt, klärt der ehrliche Vergleich von WordPress mit Wix, Jimdo und Co. Wenn du eine Website willst, die schnell lädt und die du trotzdem selbst bearbeiten kannst, findest du bei BigWebsites den passenden Weg.

PR
ERKLÄRT VON
Philip Reisinger-Frantes alias BigP

Problemlöser · Dipl. Mediendesign · Dipl. Social Media Manager. Baut Systeme, die ganze Kundenprozesse abbilden — von der Website bis zum CRM.

Mehr über mich →

Das hängt damit zusammen

Alle Begriffe A–Z →