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Mobile-First-Indexing

KURZ ERKLÄRT

Mobile-First-Indexing heißt: Google crawlt und bewertet die Handy-Version deiner Website. Was mobil fehlt, kann Google übersehen.

Mobile-First-Indexing bedeutet, dass Google die mobile Version einer Website crawlt, für die Indexierung verwendet und für das Ranking heranzieht. Dafür nutzt Google einen Crawler, der sich wie ein Smartphone verhält. Inhalte, die nur am Desktop erreichbar sind, kann Google deshalb übersehen.

Wie es dazu kam

Google hat 2016 begonnen, Websites aus Sicht eines Smartphones zu crawlen und zu indexieren. Im Oktober 2023 erklärte Google die Umstellung für abgeschlossen. Seit Juli 2024 crawlt Google auch die letzten verbliebenen Websites nur noch mit dem Smartphone-Googlebot. Eine Website, die auf Mobilgeräten gar nicht funktioniert, kann seither nicht mehr indexiert werden.

Für die meisten Betriebe ist das keine schlechte Nachricht. Eine Website mit Responsive Design liefert Handy und Desktop denselben HTML-Code und passt nur die Darstellung an die Bildschirmgröße an. Google empfiehlt dieses Modell, weil es am einfachsten umzusetzen und zu pflegen ist. Fehleranfälliger sind getrennte Mobilversionen, etwa auf einer eigenen Adresse wie m.beispiel.at.

Was die mobile Version enthalten sollte

Google nennt in seinen Best Practices mehrere Punkte, die mobil und am Desktop gleich sein sollten:

  • derselbe Inhalt, also dieselben Texte, Bilder und Videos
  • dieselben klaren Überschriften
  • dieselben strukturierten Daten, etwa Schema-Markup für Adresse und Öffnungszeiten
  • gleichwertiger Seitentitel und gleichwertige Meta-Beschreibung
  • dieselben Alt-Texte für Bilder
  • dieselben Robots-Meta-Tags, damit mobil nicht versehentlich „noindex“ steht

Außerdem wichtig: Inhalte, die erst nach Wischen, Tippen oder Klicken nachgeladen werden, lädt Google nicht. Hauptinhalte sollten deshalb nicht erst durch eine Aktion der Besucher:innen erscheinen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Angenommen, ein Installateur in Amstetten zeigt am Desktop alle Leistungen samt Infos zum Wartungsvertrag für Gasthermen. Am Handy stehen nur drei Leistungen, der Rest kommt über eine Schaltfläche „Mehr laden“, die die Texte per Skript vom Server nachholt. Für Google existiert dieser Teil damit nicht. Wer „Thermenwartung Amstetten“ sucht, findet die Seite womöglich schlechter, obwohl am Desktop alles da ist.

Ein klassisches Akkordeon, dessen Text bereits im HTML-Code steht und nur zugeklappt ist, kann Google dagegen lesen. Entscheidend ist, ob der Inhalt beim Laden der Seite vorhanden ist, nicht, ob er sofort sichtbar ist.

So prüfst du deine Website

  • Selbst testen: Klick dich am eigenen Handy durch alle wichtigen Seiten, auch durch Menüs, Buchungsstrecke und Formulare.
  • URL-Prüfung nutzen: In der Google Search Console zeigt das URL-Prüftool die gerenderte Seite so, wie Google sie verarbeitet hat.
  • Beim Relaunch aufpassen: Ein neues Design darf mobil nicht weniger Inhalt zeigen als das alte. Die SEO-Checkliste für den Website-Relaunch hilft dabei, nichts zu vergessen.
  • Plugins im Blick behalten: Manche Erweiterungen liefern Handys eine abgespeckte Sonderversion aus. Prüf, ob dabei Texte oder Links verloren gehen.

Abgrenzung: Mobile-First ist kein Handy-Bonus

Mobile-First-Indexing regelt, welche Version deiner Website Google einsammelt und auswertet. Google hat schon 2018, als die Umstellung breiter ausgerollt wurde, betont, dass es dabei um das Sammeln der Inhalte geht, nicht um das Ranking selbst. Wie schnell und angenehm sich eine Seite am Handy bedienen lässt, ist ein eigenes Thema, das Google unter anderem mit den Core Web Vitals misst. Eine Website kann also vollständig indexiert sein und trotzdem am Handy zäh laden. Beides solltest du getrennt im Blick behalten.

Wenn du nicht sicher bist, wie deine Website aus Sicht des Smartphone-Crawlers dasteht, unterstützt dich BigSEO bei der Prüfung.

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ERKLÄRT VON
Philip Reisinger-Frantes alias BigP

Problemlöser · Dipl. Mediendesign · Dipl. Social Media Manager. Baut Systeme, die ganze Kundenprozesse abbilden — von der Website bis zum CRM.

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