Übersicht mit KI, KI-Modus, ChatGPT: Was die KI-Suche für lokale Betriebe bedeutet, was laut Google wirklich hilft und welche Versprechen du ignorieren…
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Du nennst es Balayage, deine Kund:innen suchen nach „Strähnen natürlich aufhellen“. Du schreibst Gasthermenwartung, sie tippen „Therme Service“. Keyword-Recherche heißt herauszufinden, mit welchen Wörtern Menschen nach dem suchen, was du anbietest, und diese Wörter dann auf den richtigen Seiten zu verwenden.
Für einen lokalen Betrieb ist das kein Großprojekt. Du brauchst weder teure Tools noch eine Liste mit tausend Begriffen, sondern für jede Leistung eine Handvoll passender Suchbegriffe. Die meisten findest du mit kostenlosen Werkzeugen von Google und mit dem, was deine Kund:innen dir ohnehin jeden Tag erzählen.
Das Wichtigste in Kürze
- Entscheidend ist die Suchabsicht: Will jemand etwas wissen, einen Betrieb in der Nähe finden oder gleich buchen?
- Die besten Quellen sind deine Kund:innen, die Google-Autovervollständigung, „Ähnliche Fragen“ und später die Search Console.
- Der Keyword-Planer liefert Schätzungen zum Suchvolumen, setzt aber ein Google-Ads-Konto mit Zahlungsdaten voraus.
- Priorisiere nach Relevanz für dein Angebot, nicht nach der höchsten Zahl.
- Eine Keyword-Map ordnet jedem Thema genau eine Seite zu, damit sich deine Seiten nicht gegenseitig Konkurrenz machen.
Keyword-Recherche für lokale Betriebe: Suchabsicht zuerst
Ein Keyword ist einfach der Begriff, den jemand in die Suche tippt oder spricht. Wichtiger als das Wort selbst ist die Absicht dahinter. Die Keyword-Recherche sortiert Begriffe deshalb danach, was Suchende gerade wollen:
| Suchabsicht | Beispiel | Passende Seite |
|---|---|---|
| Sich informieren | „wie lange hält Gel-Nagellack“ | Blogartikel oder FAQ |
| Betrieb in der Nähe finden | „Nagelstudio 1160“, „Installateur in der Nähe“ | Leistungsseite und Unternehmensprofil |
| Buchen oder vergleichen | „Pickerl Termin Samstag Linz“ | Leistungsseite mit Online-Buchung |
| Deinen Betrieb direkt suchen | „Salon Anna Öffnungszeiten“ | Startseite, Kontaktseite, Profil |
Lokale Betriebe verdienen ihr Geld vor allem mit der zweiten und dritten Zeile. Wie diese Suchen mit Karte und Unternehmensprofil zusammenhängen, erklärt der Leitfaden Local SEO.
Schritt 1: Hör deinen Kund:innen zu
Die ehrlichste Keyword-Quelle ist dein Alltag. Schreib zwei Wochen lang mit, welche Fragen am Telefon, per Mail oder beim Bezahlen kommen, und zwar mit genau den Worten der Kund:innen. „Macht ihr auch Wimpernlifting?“ oder „Könnt ihr heute noch vorbeikommen, die Therme tropft“ sind bessere Keyword-Ideen als jeder Fachbegriff.
Frag neue Kund:innen außerdem, wie sie dich gefunden haben und was sie eingegeben haben. Die Antwort ist oft überraschend konkret, und sie zeigt dir Begriffe, an die du selbst nie gedacht hättest.
Eine dritte Quelle sind Bewertungen, deine eigenen und die von Betrieben in deiner Nähe. Achte darauf, mit welchen Worten Kund:innen beschreiben, was sie gebucht haben und was ihnen wichtig war. Dort steht selten „Balayage“, aber oft „endlich keine harten Übergänge mehr“.
Schritt 2: Kostenlose Werkzeuge von Google nutzen
Autovervollständigung und „Ähnliche Fragen“
Tipp deine Leistung in die Google-Suche und schau, was Google ergänzt. Aus „Massage Wien“ kann dann etwa „Massage Wien für Paare“ oder „Massage Wien Gutschein“ werden. Laut Google spiegeln diese Vorschläge tatsächliche Suchanfragen wider, berücksichtigen aber auch Ort und bisherige Suchen. Such deshalb am besten in einem privaten Fenster. Unter vielen Ergebnissen steht außerdem der Kasten „Ähnliche Fragen“ mit typischen Fragen zum Thema, eine gute Vorlage für FAQ und Blogartikel.
Google Search Console
Sobald deine Website online und indexiert ist, zeigt dir die Google Search Console im Leistungsbericht, bei welchen Suchanfragen deine Seiten erscheinen, wie oft sie angezeigt und wie oft sie angeklickt werden. Das sind echte Daten statt Schätzungen. Filtere nach einzelnen Seiten, um zu sehen, wofür eine Leistungsseite erscheint. Begriffe mit vielen Einblendungen, aber wenigen Klicks sind gute Kandidaten für einen klareren Seitentitel. Bei einer neuen Website dauert es allerdings eine Weile, bis genug Daten zusammenkommen.
Leistungsstatistik im Unternehmensprofil
Auch dein Google-Unternehmensprofil verrät Suchbegriffe: Unter „Suchanfragen“ siehst du, mit welchen Begriffen Leute dein Profil gefunden haben. Der Wert wird zu Beginn jedes Monats aktualisiert.
Keyword-Planer
Der Keyword-Planer von Google Ads liefert Keyword-Ideen und geschätzte monatliche Suchanfragen. Um die Keyword-Ideen zu nutzen, musst du laut Google die Einrichtung eines Google-Ads-Kontos abschließen und Zahlungsinformationen hinterlegen. Für Begriffe aus sensiblen Bereichen wie Gesundheit zeigt der Planer oft keine Ergebnisse. Wenn du ohnehin über Anzeigen nachdenkst, hilft dir der Artikel zum Google-Ads-Budget bei der Einordnung.
Schritt 3: Relevanz vor Suchvolumen
Die Versuchung ist groß, einfach das Keyword mit der höchsten Zahl zu nehmen. Für lokale Betriebe ist das selten die beste Wahl. „Friseur“ wird oft gesucht, aber von Menschen in ganz Österreich und mit ganz unterschiedlichen Absichten. „Herrenhaarschnitt Floridsdorf“ wird seltener gesucht, dafür fast nur von Leuten, die genau das in genau deiner Gegend wollen.
Bewerte jede Idee mit drei Fragen:
- Biete ich das wirklich an, und will ich mehr davon verkaufen?
- Will die suchende Person etwas buchen oder kaufen, oder nur etwas wissen?
- Passt der Ort, oder sucht jemand am anderen Ende des Landes?
Kleine Suchvolumen sind kein Problem, solange die Absicht passt. Du musst auch nicht jede Schreibvariante abdecken: Laut Google verstehen die Systeme Synonyme und die Bedeutung einer Suche, auch wenn nicht exakt dieselben Wörter auf der Seite stehen. Keywords zehnmal in einen Text zu stopfen, macht ihn nur schlechter lesbar.
Schritt 4: Die Keyword-Map – ein Thema pro Seite
Zum Schluss ordnest du die Begriffe deinen Seiten zu. Eine einfache Tabelle reicht. Angenommen, ein Installateur in Graz fasst seine Recherche so zusammen:
| Seite | Hauptthema | Varianten und Fragen |
|---|---|---|
| Thermenwartung | Thermenwartung Graz | Gastherme Service, Thermenservice Kosten, Therme Wartung Pflicht |
| Rohrverstopfung | Rohrverstopfung Graz | Abfluss verstopft, Abfluss Notdienst, Kanal verstopft |
| Badsanierung | Badsanierung Graz | Bad renovieren, barrierefreies Bad, Dauer Badsanierung |
Die Regel dahinter: ein Hauptthema pro Seite. Wollen zwei Seiten dasselbe Thema abdecken, etwa zwei Leistungsseiten zur Thermenwartung, konkurrieren sie miteinander, und Google muss raten, welche gemeint ist. Das nennt man Keyword-Kannibalisierung. Ein Blogartikel zur Frage, wie oft eine Therme gewartet werden sollte, ist dagegen ein eigenes Informationsthema und verlinkt einfach auf die Leistungsseite.
Wie du aus der Map dann Seiten baust, die ranken und Anfragen bringen, steht im Artikel über Leistungs- und Ortsseiten.
Fazit
Eine gute Keyword-Recherche für einen lokalen Betrieb dauert keine Wochen. Zuhören, die kostenlosen Google-Werkzeuge nutzen, nach Relevanz sortieren und jedem Thema eine Seite geben: Damit hast du eine Grundlage, die lange trägt und die du mit echten Daten aus der Search Console laufend nachschärfst.
Wenn du dabei Unterstützung willst, übernehmen wir Recherche und Seitenplanung gern im Rahmen von BigSEO.
Häufige Fragen
Welche kostenlosen Tools gibt es für die Keyword-Recherche?
Für lokale Betriebe reichen meist die Werkzeuge von Google: die Autovervollständigung im Suchfeld, der Kasten „Ähnliche Fragen“, die Google Search Console für deine eigene Website und die Suchanfragen in der Leistungsstatistik deines Unternehmensprofils. Der Keyword-Planer von Google Ads kostet nichts, setzt aber ein eingerichtetes Ads-Konto mit Zahlungsinformationen voraus. Die wichtigste Quelle bleiben die Fragen deiner Kund:innen.
Wie viele Keywords brauche ich pro Seite?
Ein Hauptthema pro Seite, dazu passende Varianten und Fragen, die natürlich im Text vorkommen. Du musst nicht jede Schreibweise einbauen, denn Google versteht Synonyme und die Bedeutung einer Suche. Wichtig ist, dass das Hauptthema im Seitentitel, in der Hauptüberschrift und im ersten Absatz vorkommt und die Seite die Fragen dazu vollständig beantwortet.
Soll ich meinen Bezirk oder Ort ins Keyword aufnehmen?
Ja, dort wo es natürlich passt: im Seitentitel, in der Hauptüberschrift und im Text, etwa bei Anfahrt oder Einzugsgebiet. Viele Menschen suchen mit Ortsangabe oder Postleitzahl. Eine lange Liste aller Bezirke oder Gemeinden am Seitenende bringt dagegen nichts und wirkt wie Keyword-Stuffing. Wenn du an mehreren Orten tätig bist, sind echte Standortinfos wertvoller als Aufzählungen.
Wie oft sollte ich die Keyword-Recherche wiederholen?
Eine gründliche Recherche am Anfang reicht für lange Zeit. Danach genügt ein Blick einmal im Monat in die Search Console und die Leistungsstatistik deines Unternehmensprofils: Tauchen neue Suchanfragen auf, die du noch nicht abdeckst? Neu recherchieren solltest du, wenn du eine Leistung ergänzt, einen Standort eröffnest oder deine Website überarbeitest.



