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WooCommerce

KURZ ERKLÄRT

WooCommerce ist ein kostenloses Open-Source-Plugin, das eine WordPress-Website zum Onlineshop für Produkte, Downloads oder Gutscheine erweitert.

WooCommerce ist ein kostenloses Open-Source-Plugin, das eine WordPress-Website zum Onlineshop macht. Es bringt Produktverwaltung, Warenkorb, Bestellabschluss, Zahlungsarten sowie Versand- und Steuereinstellungen mit und wird von Automattic entwickelt, dem Unternehmen hinter WordPress.com.

So funktioniert WooCommerce

Nach der Installation legst du Produkte an: physische Waren mit Versand, digitale Produkte zum Herunterladen oder Varianten wie Größen und Farben. Zahlungsanbieter wie Stripe oder PayPal bindest du über Erweiterungen an, ebenso Funktionen wie Abos oder Geschenkgutscheine.

Anders als bei Shop-Plattformen wie Shopify, die du monatlich mietest, liegen die Bestelldaten in deiner eigenen WordPress-Installation. Du kannst sie exportieren und bist an keinen Anbieter gebunden. Dafür bist du für Updates, Sicherheit und Website-Wartung selbst verantwortlich. Auch das Hosting muss passen: Warenkorb und Bestellabschluss sind für jede Person anders und lassen sich kaum zwischenspeichern, daher braucht ein Shop mehr Serverleistung als eine reine Infoseite.

Wann sich ein Shop für Dienstleister lohnt

Ein Friseursalon oder eine Massagepraxis verkauft selten Waren in großer Zahl. Ein Shop kann trotzdem sinnvoll sein, etwa für:

  • Gutscheine, die Kund:innen als PDF erhalten oder per Post bekommen
  • Pflegeprodukte, die im Studio ohnehin im Regal stehen
  • Pakete wie „5 Massagen“ oder Online-Workshops

Für reine Terminvergaben ist ein Shop dagegen ein Umweg. Hier passt eine Online-Terminbuchung besser, die freie Zeiten, Mitarbeiter:innen und Räume kennt.

Beispiel: Gutscheinverkauf vor Weihnachten

Ein Kosmetikstudio möchte etwa vor Weihnachten Gutscheine online verkaufen. Kund:innen wählen Betrag oder Behandlung, zahlen online und bekommen ein PDF mit Code. Das erledigt WooCommerce mit einer passenden Erweiterung. Spannend wird es bei der Einlösung im Studio: Dort muss der Code geprüft und der Restwert festgehalten werden. Läuft das in einem anderen Programm, braucht es eine Schnittstelle oder einen klaren Ablauf, damit kein Gutschein doppelt eingelöst wird und Restwerte stimmen.

Rechtliches: online verkaufen in Österreich

Wer online an Verbraucher:innen verkauft, muss das Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz (FAGG) einhalten. Die wichtigsten Punkte:

  • Bestellbutton: Die Schaltfläche für den letzten Schritt muss klar machen, dass Kosten entstehen; das Gesetz nennt dafür „zahlungspflichtig bestellen“ (§ 8 FAGG).
  • Rücktrittsrecht: Verbraucher:innen können grundsätzlich binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurücktreten (§ 11 FAGG). Ausnahmen gibt es etwa für Freizeit-Dienstleistungen mit fixem Termin.
  • Widerrufsbutton: Für Online-Verträge ab 1. Oktober 2026 verlangt § 13a FAGG eine gut sichtbare Funktion wie „Vertrag widerrufen“, die während der ganzen Rücktrittsfrist erreichbar ist. Prüf, ob dein Shop das bereits abbildet.
  • Gutscheine: Ohne Befristung gelten sie laut WKO 30 Jahre. Kürzere Fristen sind bei bezahlten Gutscheinen nur eingeschränkt zulässig.

Vor der Bestellung musst du außerdem klar informieren, unter anderem über den Gesamtpreis samt Steuern, zusätzliche Versandkosten, Zahlungs- und Lieferbedingungen sowie das Rücktrittsrecht (§ 4 FAGG). Dazu kommen AGB und eine Datenschutzerklärung. WooCommerce liefert die Technik, etwa Pflichtseiten und eine AGB-Bestätigung beim Bestellabschluss. Die passenden Texte musst du selbst beisteuern oder prüfen lassen.

Bevor du einen Shop beauftragst, hilft dir unser Ratgeber zum Thema Website erstellen lassen, Umfang und Zuständigkeiten sauber zu klären. Ob ein Shop in dein Website-Projekt passt, besprichst du am besten gleich bei der Planung, etwa mit BigWebsites.

Stand: Oktober 2026. Diese Erklärung ist eine praktische Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung.

PR
ERKLÄRT VON
Philip Reisinger-Frantes alias BigP

Problemlöser · Dipl. Mediendesign · Dipl. Social Media Manager. Baut Systeme, die ganze Kundenprozesse abbilden — von der Website bis zum CRM.

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