GLOSSAR SEO & SICHTBARKEIT 3 Min. Lesezeit

Technisches SEO

KURZ ERKLÄRT

Technisches SEO sorgt dafür, dass Suchmaschinen deine Website finden, crawlen und indexieren können – schnell, mobil tauglich und ohne Blockaden.

Technisches SEO umfasst alle Maßnahmen, die dafür sorgen, dass Suchmaschinen eine Website finden, abrufen, verstehen und in ihren Index aufnehmen können. Dazu gehören Ladezeit, Handy-Tauglichkeit, saubere Adressen, Weiterleitungen, eine Sitemap und die richtigen Anweisungen an Suchmaschinen. Ohne diese Basis bleiben auch gute Texte unsichtbar.

Die Bausteine im Überblick

  • Crawling und Indexierung: Der Googlebot ruft deine Seiten ab und nimmt sie in den Index auf. Was dabei passiert, erklärt der Begriff Indexierung.
  • Steuerung: Die robots.txt legt fest, welche Bereiche Crawler abrufen dürfen.
  • Sitemap: Eine XML-Sitemap listet die Adressen, die gefunden werden sollen. Laut Google brauchen kleine, gut verlinkte Websites mit etwa 500 Seiten oder weniger nicht unbedingt eine, in den meisten Fällen profitiert eine Website aber davon.
  • Geschwindigkeit: Die Core Web Vitals messen Ladezeit, Reaktionszeit und Layoutstabilität. Als gut gelten laut Google ein LCP innerhalb von 2,5 Sekunden, ein INP unter 200 Millisekunden und ein CLS unter 0,1.
  • Handy-Version: Google verwendet die mobile Version einer Website für Indexierung und Ranking, das sogenannte Mobile-First-Indexing.
  • Struktur: HTTPS, sprechende Adressen und ein Menü, über das jede wichtige Seite erreichbar ist.

Häufiges Missverständnis: robots.txt ist kein Versteck

Viele glauben, eine Seite verschwinde aus Google, sobald sie in der robots.txt gesperrt ist. Google stellt klar, dass das nicht der Zweck dieser Datei ist: Eine gesperrte Adresse kann trotzdem im Index landen, etwa wenn andere Websites darauf verlinken. Wer eine Seite wirklich aus den Suchergebnissen heraushalten will, setzt ein noindex oder schützt sie mit einem Passwort. Wichtig dabei: Damit Google die noindex-Anweisung überhaupt sieht, darf dieselbe Seite nicht in der robots.txt gesperrt sein.

Typische Stolpersteine bei kleinen WordPress-Websites

  • Die Einstellung „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“ bleibt nach dem Livegang aktiv.
  • Nach einem Relaunch fehlen 301-Weiterleitungen von alten auf neue Adressen.
  • Fotos direkt aus Kamera oder Handy werden unkomprimiert hochgeladen und bremsen die Seite.
  • Testseiten, Anhangseiten oder Schlagwort-Archive landen ungewollt im Index.
  • Zu viele Plugins für Slider, Effekte und Popups machen jede Seite schwerer, als sie sein müsste.

Ein Beispiel aus der Praxis

Angenommen, ein Installateurbetrieb in St. Pölten geht mit einer neuen Website online. Die Inhalte sind gut, doch die Besuche aus Google bleiben aus. Ein Blick in die Google Search Console zeigt im Bericht zur Seitenindexierung, dass viele Seiten als „noindex“ markiert sind und alte Adressen ins Leere führen. Ein Test mit PageSpeed Insights zeigt außerdem, dass das große Titelbild am Handy viel zu lange lädt.

Alle drei Probleme sind rasch behoben, werden aber nur entdeckt, wenn jemand nachsieht.

Was du selbst prüfen kannst

  1. Öffne deine Website am eigenen Handy und klick dich durch: Lädt alles flott, lassen sich Menü und Buttons gut treffen?
  2. Sieh in der Search Console nach, ob wichtige Seiten als „nicht indexiert“ geführt werden.
  3. Teste die Startseite und eine Leistungsseite mit PageSpeed Insights.
  4. Ruf eine Adresse auf, die es früher gab, und prüf, ob du auf der passenden neuen Seite landest.

Wie du solche Fehler beim Umbau vermeidest, zeigt die Checkliste Website-Relaunch ohne Rankingverlust. Die laufende technische Kontrolle übernimmt auf Wunsch BigSEO.

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ERKLÄRT VON
Philip Reisinger-Frantes alias BigP

Problemlöser · Dipl. Mediendesign · Dipl. Social Media Manager. Baut Systeme, die ganze Kundenprozesse abbilden — von der Website bis zum CRM.

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